Lebensversicherung


Bei der Lebensversicherung kann der Versicherungsnehmer zwischen verschiedenen Modellen wählen. Währen eine Risikolebensversicherung ausschließlich zum Schutz der Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherungsnehmers dient, kann eine Kapitallebensversicherung auch zur privaten Altersvorsorge genutzt werden. Die Kapitallebensversicherung stellt dabei eine Mischform zwischen Sparvertrag und Risikolebensversicherung dar.

Vor allem für Sparer, die Wert auf eine sichere Altersvorsorge legen, stellt die Kapitallebensversicherung eine gute und transparente Alternative dar. Der Versicherungsnehmer erhält bei der Kapitallebensversicherung zum Ende der Laufzeit die eingezahlten Beiträge plus eine garantierte Verzinsung zurück. Zusätzlich bekommt er noch die während der Laufzeit erworbenen Überschussanteile ausbezahlt. Wie hoch die Überschussanteile ausfallen, ergibt sich aus dem Gewinn, welchen die Versicherungsgesellschaft erwirtschaftet hat. Der genaue Betrag kann deshalb vorher nicht berechnet werden. Erfahrungen zeigen jedoch, dass beide Renditearten zusammen eine durchschnittliche Rendite zwischen 5-8 Prozent pro Jahr ergeben.

Eine vergleichsweise neue Form der Altersvorsorge stellt die fondsgebundene Lebensversicherung dar. Hier werden die eingezahlten Beiträge von der Versicherungsgesellschaft in Immobilienfonds investiert. Je nach Versicherung kann der Versicherungsnehmer dabei zwischen verschiedenen Fonds wählen, in denen sein Kapital angelegt werden soll. Ein großer Vorteil der fondsgebundenen Lebensversicherung liegt in der Flexibilität der Anlage. Wie bei der Risikolebensversicherung besteht auch hier ein Hinterbliebenenschutz für den Todesfall des Versicherungsnehmers. Zudem können während der Laufzeit Teile der Fonds verkauft oder auf andere Fonds umgeschichtet werden. Auch gibt es hier keinen Rückkaufswert. Bei einer vorzeitigen Kündigung wird der aktuell ermittelte Wert der Fondsanteile an den Versicherungsnehmer ausbezahlt. Die Renditechancen sind bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung höher, dafür besteht für das eingezahlte Kapital allerdings auch ein höheres Risiko. Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung gibt es keine garantierte Auszahlungssumme. Um zu vermeiden, dass es kurz vor Ende der Laufzeit noch zu Verlusten kommt, wird empfohlen, sich die Fondsanteile rechtzeitig zu einem günstigen Kurs auszahlen zu lassen. Diese können dann für restliche Zeit sicher zum Beispiel als Festgeld angelegt werden.

Als Fazit lässt sich sagen, dass die Lebensversicherung nach wie vor eine gute Möglichkeit zur Altersvorsorge bietet. Wer für sich eine andere Form der privaten Altersvorsorge gewählt hat, sollte auf alle Fälle seine Angehörigen durch den Abschluss einer Risikolebensversicherung finanziell absichern.